Wieder erbaut
Dreißig Jahre Mord und Brandschatzen, drei Jahrzehnte Not und Verderben waren endlich vorbei, doch wie viele andere Städte und Dörfer war auch dieser kleine Ort oberhalb der Wesermarsch fast vollständig zugrunde gerichtet worden. Doch der Wille zum Neuanfang war stärker als die Verzweiflung; das Gottvertrauen ungebrochen; wie auch der Glaube an das Gute in vielen Menschen. Solche zu finden – noch dazu mit großem Geldbeutel – hatten Ausgesandte besagten Ortes zum Ziel, die sich im Jahre 1649 bis hin nach Schleswig und Königslutter auf den Weg machten, um Geld für den Wiederaufbau ihres Gotteshauses zu erbitten.
Markante Turmhaube
Ein kleines Büchlein mit „Spendenquittungen“ ist Erfolgsbeweis; wie auch die Tatsache, das die markante Turmhaube wie eh und je über Land und Fluss grüßt und sprichwörtlich bis vor die Tore der Kreisstadt zu erkennen ist.
Schäden sichtbar behoben
Die Kirche mit ihrem wuchtigen Turm stammt aus dem 13. Jahrhundert und trägt unverkennbare Zeichen der Romanik. Als es darum ging, das von Tillyschen Truppen stark in Mitleidenschaft gezogene Gebäude wieder instand zu setzen, gelangte man, dem Mangel an geeigneten Backsteinen folgend, zu der Notlösung, die Löcher mit großen Feldsteinen zu stopfen. Das ist bis heute zu sehen.
Innenraum
Und im Inneren? Dort bemerkt man als Relikt aus alter Zeit einen gotischen Taufstein aus dem 15. Jahrhundert sowie eine denkmalgeschützte Orgel aus dem 19. Jahrhundert. Als weitere Besonderheit sei noch die Behindertenfreundlichkeit dieser Kirche erwähnt: Keine störenden Stufen hemmen den Zugang.
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