Verbunden und verwoben

Ob wohl deshalb nur noch zwei Weihnachtstage auf dem Kalender stehen, weil 1725 am dritten Weihnachttag der Turmhelm dieser Kirche umstürzte und das Schiff zerstörte? Wohl kaum. Tatsache ist jedoch, dass ein heftiger Sturm die Ursache für das schlimme Ereignis war, bei dem aber Gott sei Dank keine Menschen zu Schaden kamen. Angst vor derlei Zwischenfällen gab es damals wie heute. Und so kam es dazu, dass eine malerische Lindenallee, durch die Generationen von Gottesdienstbesuchern von einem kleinen Ehrenhäuschen kommend zu der auf einem Hügel stehenden Kirche hinauf schritten, unverhofft von der Bildfläche verschwand. –

An den 1727 erfolgten Wiederaufbau von (Wehr-)Turm und Schiff mit Tonnengewölbe erinnert eine codierte Inschrift bei der südlichen Eingangstür. Anlässlich der erneuten Weihe am 6. Oktober 1729 erhielt die Kirche einen Kanzelaltar, und im darauf folgenden Jahr kam das bis heute benutzte Taufbecken hinzu.

Salvator - Kanzel

Die Kanzel jedoch steht inzwischen auf dem Boden. Dadurch ist auch eine gestalterische Besonderheit leichter zu bemerken: Nicht vier, sondern lediglich drei Evangelisten sind am Predigtstuhl abgebildet. Die vierte Figur stellt – mit der Weltkugel in der Hand – den „Salvator“ dar (lateinisch für „Heiland“). Und weil gerade von Abbildungen die Rede ist: Ein Glasfenster des anfangs erwähnten Ehrenhäuschens gilt dem Namensgeber des Gotteshauses. Seines Glaubens wegen hat er um 250 n. Chr. als Bischof von Paris seinen Kopf verloren. Aber nicht nach Paris, sondern in eine frühere Herzogstadt mit Residenzschloss führt die unweit der Kirche den Ort durchquerende Bundesstraße. – Hilft der Hinweis?

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Fotos

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