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Gleichsam „zisterziensisch“ grüßt die Turmspitze übers flache Land – den Landmann auf Feld oder Weide ebenso wie den Reisenden, der sich auf der Bundesstraße nähert, welche in sozusagen fußläufiger Nähe beginnt und im Verlauf der Deutschen Ferienroute Alpen–Ostsee 20 Kilometer jenseits der Elbe ausläuft.

Weithin sichtbar

Zurück zum Turm: Er ist gewissermaßen ein Mischling. Die Spitze ist – wie auch das Kirchenschiff – als Werk des 19. Jahrhunderts bzw. der Jahrhundertwende erkennbar, der Unterbau um 1250 in romanischer Zeit errichtet worden. Damit gehört das nach einem als Drachentöter bezeichneten Erzengel benannte Gotteshaus zu den ältesten im Kirchenkreis. Obendrein ist es das zweitgrößte.

Viel Platz

Beachtliche 660 Sitzplätze weist es auf; fast 400 mehr als der im Hoyaer Urkundenbuch erstmals 1288 erwähnte Vorgängerbau. Nachdem man sich 1863 zum Abriss entschlossen hatte, reichten für den Neubau 27.000 Mark aus; für eine Renovierung, gut 100 Jahre später, machte die Hannoversche Landeskirche 290.000 Mark locker.

Hoch, hell, freundlich



Hoch, hell und freundlich wirkt das Innere; mit dezenter, aber wirkungsvoller Farbgebung, die einen Besuch (nicht nur) anlässlich des Gottesdienstes lohnt. Die Gewölberippen unter dem wuchtigen Turm beschützen den Taufstein aus dem 16. Jahrhundert; ein „Taufbaum“ erhebt sich unweit des Altars im Chorraum des blitzsauberen Gotteshauses. Dass man die Arbeit der hierfür Verantwortlichen von je her zu würdigen wusste, zeigt eine Wandtafel, welche an die Gebeine des am 22. Februar 1796 „gebohrenden“ Küsters Fedler erinnert. Obwohl jener 1837 in die Ewigkeit überging, ist sein Wirken bis heute unvergessen.

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