Kleines Kirchlein



Das älteste Kirchengestühl der Hannoverschen Landeskirche findet man in diesem etwa 70 Personen Platz bietenden Gotteshaus; wenn man es denn findet. Denn von einer namenlosen Kapelle ist die Rede, sozusagen in einer Enklave des Kirchenkreises im Bereich Links der Weser befindlich und angelehnt an eine Nachbargemeinde. Von dort holten die so genannten Stellenbesitzer des Dorfes einst mit Pferd und Wagen an jedem vierten Sonntag den Prediger zum Nachmittagsgottesdienst ab.

Den Menschen wichtig!


Damals wie heute gehört das von der Einwohnerschaft in Ehren gehaltene schlichte „Kirchlein“ mit seinem angeschmiegten, etwa 15 Meter hohen und von einer kleinen Uhr-Glocke gekrönten Türmchen als Filiale zu besagter Nachbargemeinde unweit von Großer Aue und Weser. Eine Balken-Inschrift im Inneren verrät, wem das Gebäude zu verdanken ist: „Graf Otto zu Hoya und Bruchhausen“ war „Anno Christi 1575“ der Stifter gewesen. Viele Leute verbindet eine ganz persönliche Beziehung mit dem Gebäude; sei es Taufe, Hochzeit, Goldhochzeit – oder ein so persönliches Jubiläum wie 2007 das eines Mannes, der 65 Jahre lang zuverlässig per Hand die 125 Kilo schwere Glocke im Turm geläutet hatte; vor jedem Sonn- und Feiertag, zu Gottesdiensten, Hochzeiten und Beerdigungen in „seinem“ Dorf.

Wo steht die Kapelle "Namenlos"? Wie heißt der Ort? Zum Antwortcoupon.