Video - Kirche 12
Der Namenspatron wird – alle Jahre wieder, aber im vorletzten Monat – von vielen jungen Stimmen besungen, und ebenso wie sozusagen sein Wappentier ist er selbst auf einem großen, farbig gestalteten Fenster hinter dem Altar zu sehen. Gegenüber gewissermaßen, in der Turmhalle der 1441 geweihten spätgotischen Hallenkirche, ist steinernes Baumaterial kunstvoll gestaltet worden. Es umgibt zwei einstmals hoch bedeutende Ehepaare, wobei einer der beiden Herren per Gedankenbrücke mit der Postleitzahl jenes Ortes verknüpfbar ist, denn: verzichtet man auf die erste Ziffer, führt der Rest ins Sterbejahr jenes Herrn, dessen Ehe ohne männliche Nachkommen endete.
Wahrzeichen der Stadt
Des Gotteshauses herausragende Bedeutung ist seit dem Jahr 1897 besonders weit sichtbar.
Im Inneren birgt es neben Relikten Jahrhunderte alter Fresken noch eine Anzahl weiterer Kunstschätze. Als Epitaphen bezeichnete Gedenktafeln einstmals bedeutender Persönlichkeiten zählen ebenso dazu wie figürliche Apostel-Darstellungen, die sich gleich im Dutzend präsentieren; wenn auch einer der Herren total kopflos erscheint. Eigentlich kein Wunder, wenn man bedenkt, dass die Gruppe rund 150 Jahre von der Bildfläche verschwunden gewesen war.
Jetzt jedoch kann Mann oder Frau die Freude übers Dasein in christlicher Gemeinschaft mit allen Registern zum Ausdruck bringen; 38 sind’s übrigens, in drei Manualen, mit Pedalwerk und gelegentlich rotierendem Zimbelstern, seit 1997 eine Arbeit aus dem Hause Jann übersichtlich Einzug gehalten hat. Kleiner Trost für alle, die damit nicht so recht etwas anfangen können: Drunter durch zu gehen, steht jedem offen. Man tut’s ganz automatisch, wenn man sich aus Richtung der eingangs genannten historischen Ehepaare aufs Kirchen-Patron-Fenster zu bewegt. – Alles klar?
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