Video - Kapelle 18

Waldleute?

Ganz unauffällig steht der liebevoll geschnitzte Wegweiser an der Verbindungsstraße zwischen den Bundesstraßen 6 und 214; ist leicht zu übersehen. Wer als Auswärtiger nicht zu schnell war zum ersten Mal den kleinen Friedhof erreicht und die Schritte zur Kapelle mit ihrem überraschenden „Stadt-Namen“ lenkt, ist beim Eintreten tief beeindruckt. Die der Morgensonne zugewandte Fensterfront zieht die ganze Aufmerksamkeit der Betrachtenden an. – Es ist das Buntglas-Erstlingswerk eines aus Chemnitz stammenden Künstlers, von dessen Schaffen weitere Beispiele auch in Nienburg zu betrachten sind; ebenso wie in Hannover, Münden sowie seiner Wahlheimat Hamburg – dem „Tor zur Welt“, wie sich die Freie und Hansestadt betitelt. Umso erstaunlicher, dass der mittlerweile 83-Jährige eine so unmittelbar zugängliche Arbeit in einem Dorf schuf, dessen Bewohner einst – 1895 waren’s gerade einmal 32 – wenig respektvoll als „Waldleute“ belächelt wurden. Gesundes Selbstbewusstsein und ausgeprägten Gemeinsinn jedoch konnte man ihnen nie absprechen; wofür ein Mann namens Heinrich Wittmershaus ein überzeugendes Beispiel gab. Er stiftete das Areal, auf dem 1955 der Grundstein für die außergewöhnliche Kapelle gelegt wurde. – Aber zu guter Letzt nun doch noch etwas zum Schmunzeln: 1956, zur der Einweihungsfeier, erhielt das bisher in einer Baumkrone platzierte Glöcklein – vormalige Kindstaufglocke in Marklohe – endlich einen ordentlichen Dachreiter als Wetterschutz!

Na, alles klar? In welchem Ort steht die Kirche? Hier geht es zum Antwortcoupon

Bedeutende Glasfenster