Kirche 2
Geistlicher Zuspruch und körperlicher Schutz
Der Ortsname ist keineswegs zum Witzen; eher könnte man das Wort schon für einen Dreckfuhler halten (oder sollten hier zwei Buchstaben vertauscht worden sein?)
Doch ganz im Ernst: Die gesuchte Kirche ist im Laufe ihrer bereits rund 1000-jährigen Geschichte nicht nur Stätte geistlichen Zuspruchs gewesen, sondern sie hat den Menschen auch körperlich Schutz und Zuflucht geboten. Vor allem der trutzige Turm – gut 22 Meter hoch – mit seinen zwei Meter dicken Mauern machte aus dem wuchtigen Bauwerk eine verlässliche Wehrkirche.
Doch auch das Kirchenschiff kann sich wahrlich sehen lassen, zumal es noch älter ist als der Turm. Um das Jahr 1150 erbaut, zeigt es an den beiden Längsseiten noch die ursprünglichen romanischen Eingänge. Ebenfalls erhalten ist der mächtige Taufstein als ein Meisterwerk damaliger Steinmetzkunst. Erst gut ein halbes Jahrhundert alt aber nicht minder sehenswert ist der farbenprächtige Flügelaltar!
Gleichwohl lohnt sich – vor oder nach einem Besuch im Inneren – auch der Blick hinauf zum bereits erwähnten Turm. Ihn deckt (Besonderheit Nr. 1) ein rechteckiges Walmdach, nachdem das vorhergehende Mitte des 17. Jahrhunderts durch Blitzschlag zerstört worden war; und gekrönt wird das Ganze von unlängst neu vergoldeter Kugel mit Wetterhahn zwischen (Besonderheit Nr. 2) zwei Schlagglocken auf dem First.
Wir sind wer!
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