Kirchenvideo
Reizvolle Stilmischung
Zwischen zwei recht bedeutenden Straßen befindet sich jener Ort, dessen Kirche es zu erkennen bzw. zu finden gilt: der Landesstraße 351 sowie einer Schifffahrtsstraße in Gestalt kanalisierten Weserwassers.
Kurz und knapp ist der Name der Gemeinde, relativ kurz und gedrungen die Kirche.
Sie war nach Überzeugung nicht weniger Menschen übrigens Anlass dafür, dass die Orte der Umgebung 1974, als die Gebiets- und Verwaltungsreform so manche gemeindliche Selbstständigkeit beendete, postalisch hierher und nicht etwa Niedersachsens kleinstem Kurbad zugeordnet wurden. Die Historie des Kirchspielmittelpunkts reicht freilich ungleich weiter zurück.
Teile des Gotteshauses mit ihrem recht aussagekräftigen Wehrturm aus Obernkirchener Sandstein stammen wahrscheinlich aus der Zeit um 1200. Das eben genannte Baumaterial verhilft übrigens sogar zu einer Gedankenbrücke nach Berlin: Auch die 61 Meter hohe, Victoria-gekrönte Siegessäule ist aus Obernkirchener Sandstein errichtet worden, allerdings erst sehr viel später (1869 bis -73). Die Kirche, um die es nun wieder gehen soll, gibt etliche Hinweise auf ihre romanische Entstehungsgeschichte.
Der Hauptteil des Schiffes, der Taufstein und auch die Altarplatte gehören dazu. Außerdem eine Reihe mittlerweile zugemauerte Fenster und Eingänge, die allein schon eine Kirchen-Umrundung lohnen. Dabei wird zugleich der Wandel zur Gotik erkennbar, der um 1500 den Chorbereich betraf und heute als eine durchaus reizvolle Stilmischung erscheint.
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