Kapellenvideo mit Dachreiter
Der Turm wurde nachgeliefert
Der einstmals östlichste Ort der Grafschaft Hoya befand sich – um 1230 erstmals urkundlich genannt – am Knotenpunkt zahlreicher Heerwege.
Der preußische Heeresreformer Gerhard v. Scharnhorst (1755 – 1813) drückte hier die Schulbank, und lange schlängelte sich in jüngerer Zeit die 1904 gebaute Bundesstraße 209 durch das Dorf am Rande der Kreisgrenze nördlich des Lichtenmoors.
Bereits seit der Wende zum 17. Jahrhundert ist dort eine bescheidene Kapelle nachgewiesen; zunächst ohne Turm. Als 1854 ein Neubau eingeweiht wurde, gehörte immerhin schon ein Glockenstuhl auf einem Ständerwerk dazu.
Der aus dem Vorgängerbau übernommene Altar von 1664 hatte jedoch ausgedient, als 1886 Tischlermeister Karl Vahland (Nienburg) nach einem Entwurf des Nienburger Architekten Petersen einen neuen Altar in gotischem Stil baute.
Und immer noch galt es Veränderungen vorzunehmen: Als sich nämlich bei Gottesdiensten immer deutlicher zeigte, dass die 64 Sitzplätze nicht ausreichten, erfolgte 1895 eine Erweiterung der Kapelle auf nunmehr 92 Plätze für Erwachsene und 42 für Kinder.
Und längst überragt auch ein hübscher Turm das Dach des Fachwerkgebäudes, das für die Dorfgemeinschaft weit mehr ist als lediglich eine Friedhofskapelle.
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