Kirchenvideo
Mit uniformierter Umgebung
Um 1890 hatte das Dorf an der Handelsroute Hannover – Leeste (mit dem Rastplatz „Zur Leester Kuhle“) lediglich 140 Einwohner. Seelsorgerisch wurden sie vom Pastor eines Kirchspiels mit seinem geistlichen Zentrum jenseits der heutigen Bundesstraße 6 betreut. An ihr entstand in den fünfziger Jahren ein großer Komplex „uniformierter Gebäude“.
Zehn Jahre zuvor hatte es einen bedeutenden Bevölkerungsanstieg gegeben. Zahlreiche Flüchtlinge und Heimatvertriebene siedelten sich im einstigen Bauerndorf an.
Obwohl seit 1950 mit einem Pfarrvikar als Seelsorger ausgestattet, drängte die wachsende Gemeinde zur Selbstständigkeit. Ein 1954 von einem örtlichen Zimmerermeister für den Friedhof Im Grunde gestifteter hölzerner Glockenturm sowie ein im selben Jahr gegründeter Kapellenbauverein bekräftigten das Streben nach einer eigenen Kirche.
Der Erfolg blieb nicht aus: Im Dezember 1958 fand die Weihe des Gotteshauses statt! Es bietet 250 Personen Platz; wobei dieser Platz durch Öffnung einer Faltwand in Richtung Gemeindehaus noch deutlich erweitert werden kann. 1959 war dann das Jahr der offiziellen Abnabelung von der bisherigen Mutterkirche.
Die eigene Kirche weist manche Besonderheit auf:
- Eine der fünf im 25 Meter hohen Turm befindlichen Glocken hing zuvor im ostpreußischen Reichenau,
- ein symbolträchtiges Buntglasfenster im Altarraum ist eine Stiftung der ehemaligen Muttergemeinde,
- das von dem Winsener Künstler Erich Brüggemann geschaffene Kruzifix als Blickfang des Altars stellt den Menschensohn Jesus dar, der die Qualen des Kreuzestodes bis zum bitteren Ende durchleidet.
- Und die Sitzreihen der Gemeinde überspannt eine ausgesprochen rustikal wirkende, naturbelassene Balkendecke.
| doch: wo ist das alles? |
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