Schwanenvideo

 

Mit Wetter-Schwan

Umgeben von Moor und Heide, hin- und hergerissen nicht zwischen A und B, sondern L und B ist eine der wenigen „benamten“ Kapellen des Kirchenkreises Nienburg; in diesem Falle der Region Links der Weser zugehörig. 45 Jahre jung, beendete sie seinerzeit den deutlichen Mangel an einer stilvollen Gottesdienst-Stätte. Die Dorfschule schien auf Dauer nicht länger der passende Ort.

Allerdings vermochte die Architektur der sechziger Jahre gerade im etwas abgeschiedenen ländlichen Bereich nicht jeden zu begeistern.

Zur Besänftigung stattete ein Delmenhorster Kirchenmaler den recht nüchtern erscheinenden Bau mit zwölf Apostelbildern aus, und auch der aus Nienburgs Michaelskirche übernommenen kleinen Schrankorgel gab er farbige Akzente.
Den heiligen Namensgeber der Kapelle gestaltete ein aus seiner ungarischen Heimat geflohener Theatermaler.

Und was hat es nun mit dem Hin- und Hergerissensein zwischen L und B auf sich?

Dies steht mit der ungewöhnlichen Gestalt der Wetterfahne auf dem spitzen Dachreiter im Zusammenhang – und mit der seinerzeit erfolgten „Umpfarrung“ der Kapellengemeinde. Hatte sie bis 1962 zum Kirchspiel L… gehört, wurde sie nun dem Kirchspiel B… angegliedert.

Und weil der ursprüngliche Amtsträger als gebürtiger Friese statt eines Wetterhahnes von Kindesbeinen an einen Wetter-Schwan gewohnt gewesen war, erbat er sich – sozusagen als tröstenden Abschiedsgruß – eben einen solchen auf die Kapellenspitze. Sein fortan zuständiger Amtsbruder nickte freundlich: „So sei es!“ –

Bleibt die Frage zu beantworten: Wo ist es?
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