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Michael Kalla
Pastor Michael Kalla ist mit halber Stelle für die Vorbereitung des 850-jährigen Jubiläums des Klosters Loccum im Jahr 2013 zuständig; im Rahmen dieses Auftrages führt er viele Gruppen durch Kloster und Kirche und läßt Geschichte und Geschichten lebendig werden.
Die zwei Ehepaare aus Oldenburg und Peine haben sich nach der gut zweistündigen Klosterfürhrung gleich für das Eröffnungsfest angemeldet: am 1. Advent 2012 wird die Klosterkirche Loccum nach umfangreicher Renovierung wieder eingeweiht und damit das Festjahr zum 850-jährigen Jubiläum des Klosters eröffnet.
Über das Internet hatten die beiden Ehepaare von der Kloster- und Kirchenführung in Loccum erfahren. Sie kennen sich gut und haben sich telefonisch verabredet, um an der Klosterführung teilzunehmen. Ihnen und weiteren mehr als 50 Besuchern wusste Pastor Michael Kalla Geschichten und die Geschichte des Klosters unterhaltsam nahe zu bringen. Die interessante Führung weckte ’Appetit auf mehr:‘ die meisten Besucher haben sich vorgenommen, im Jubiläumsjahr 2013 wieder zu kommen und viel Zeit mitzubringen.
Vor der Kirche hat Michael Kalla die große Besuchergruppe begrüßt.
Begrüßung vor der Kirche
Die Besucherruppe sammelte sich zunächst vor der voll eingerüsteten Klosterkirche. Pastor Heinrich Schulze, für Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis Nienburg zuständig, begrüßte neben den zahlreichen Gästen vor allem Pastor Michael Kalla aus Loccum, der die Führung übernahm.
Zum Eingang
Von der Kirche führte Michael Kalla die Gruppe zunächst vor das Tor des Klosters, um schon im Eingangsbereich wichtige Spuren zu erklären:
“Die Ritzen im Sandstein,“ so Michael Kalla, “sind nicht von Schwertern, die zum Eingang ins Kloster stumpf gemacht wurden; vielmehr haben hier im Mittelalter Menschen Material aus dem Sandstein der ’Heiligen Mauern‘ gekratzt, es mit Wasser gemischt und als Medizin gegen Pest eingenommen.“
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Lesegang im Kreuzgang
Die Gruppe wurde von Michael Kalla durch den Lesegang des Kreuzganges geführt.
In diesem Lesegang wurden den Mönchen vom Abt des Klosters Schriften der Kirchenväter vorgelesen. Hier beauftragte der Abt auch junge Mönche, weiter zu ziehen und ein Tochterkloster zu gründen, so wie Loccum von Volkenroda her gegründet worden war. Bedingung für ein neu zu gründendes Kloster war, dass es mindestens eine Tagesreise von jeder Zivilisation entfernt sein muss - Loccum ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln heute noch nicht (gut) zu erreichen - und an einem fließenden Gewässer zu gründen ist - Loccum hat im Umland immer noch reichlich Sumpfgebiete.
Innenansicht Klosterkirche: Baustelle
Die Kirche ist für die Renovierung komplett eingerüstet. Doch mit der gemeinsam gesungenen Liedstrophe, ‘Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren…‘ ließ sich für alle Besucher wahrnehmen, wie gut der gesungene Ton klingt und getragen wird – trotz der Gerüste.
Die Orgel der Kirche ist ausgebaut. Es wird eine neue Orgel eingebaut, die frei stehend den Raum später einmal mit Musik füllen wird.
Hora
Täglich um 18.00 Uhr wird im Kloster eine Hora gefeiert, das Abendgebet. Wichtigster Teil dieser Andacht, die meist von anwesenden Vikaren gestaltet wird, ist das Schweigen - fünf Minuten.
Da die Klosterkirche zur Zeit nicht genutzt werden kann, wird die Hora in dieser Kapelle gefeiert.
Innenhof
Ursprünglich gab es im Innenhof des Kreuzganges auch ein Brunnenhaus; davon sind aber zu wenig Spuren übriggeblieben, so dass es nicht mehr zu rekonstruieren ist. Wieder hergestellt wurde aber eine große Brunnenschale, wie sie ursprünglich zum Kloster dazu gehörte.
Hier blicken die Besucher zu dem bescheidenen Dachreiter der Kirche - in aller Bescheidenheit immerhin 24 Meter hoch.
Refektorium
Der bekannteste Raum des Klosters ist das Refektorium, der ehemalige Speisesaal der Mönche. Jeweils am 6. Januar findet hier der Neujahrsempfang der Landeskirche statt.
Zur Zeit wird dieser Raum für die Gottesdienste der Ortsgemeinde Loccum genutzt.
Das Laienrefektorium war für viele Jahre der Unterrichtsraum des ersten evangelischen Predigerseminars der Hannoverschen Landeskirche. Zwischen 1886 und 1891 hat der Maler Eduard von Gebhardt diesen Raum mit biblischen Szenen ausgemalt. Er hat die biblischen Geschichten aktualisiert, indem er sie in die Landschaft um Loccum verlegte und 400 Menschen aus Loccum erkennbar darin abbildete.
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Es geht weiter - 5. November
Zur nächsten Kirchenführung laden die Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises und die Volkshochschule Nienburg zu kommenden Samstag, 5. November, ein; Landessuperintendent in Ruhe Hein Spreckelsen wird den Besuchern Geschichte und Geschichten der Kirche St. Martin in Nienburg nahebringen. Treffpunkt ist um 15.00 Uhr vor dem Eingang der Kirche.


























