Sie sind hier: Kirchen - Besichtigungen

Kirchen-Reihe

Die Rätselralye wird in neuer Weise fortgeführt. Mehrere hundert Menschen hatten sich beteiligt, dazu einige Gruppen und Kreise. Fast alle hatten sie die Kirchen und Kapellen den richtigen Orten zugeordnet.
Zusammen mit der Volkshochschule Nienburg veranstaltet der Kirchenkreis eine Reihe, um Kirchen und Kapellen im Landkreis Nienburg besonders kennen zu lernen mit ihrer Baukunst und der Lokalgeschichte.

Diese drei Kirchen wurden bereits besichtigt - von vielen Menschen unter kompetenter Führung:
Die Besichtigung folgender drei Kirchen unter kompetenter Leitung sind fest eingeplant; wir laden Sie herzlich zu diesen Besichtigungen ein:

Drei Kirchen sollen besucht und von Fachkundigen vorgestellt werden. Sowohl von ihrer Baugeschichte als auch ihrer lokalen Bedeutung her sind sie interessant und ihre Ausgestaltung ist sehenswert.

Eine vorherige Anmeldung bei der Volkshochschule in Nienburg ist sehr erwünscht.
Die Leitung dieser Reihe hat Pastor Heinrich Schulze aus Nienburg.

Der Dom zu Bücken -
Baukunst und Lokalgeschichte


Die Gründung des Stifts Bücken als Missionszentrum erfolgte durch Erzbischof Rimbert 882. Bücken war ein Zufluchtsort für die Kirchenherren aus Bremen. Es gibt über die Stiftsgründung eine Legende, die durch die Bronzeplastik Esel und Mönch dargestellt wird. Danach haben die Mönche, die den Standort der Kirche bestimmten, ein Zeichen erbeten. Dort, wo der mitgeführte Esel sich bücken und niederlassen würde, wollten sie die Kirche bauen. Das Tier bückte sich an der Stelle, wo heute die Stiftskirche steht.

Sie gilt als kunstgeschichtliches Kleinod. Die erste Holz-Kirche wurde 1050 durch einen Steinbau ersetzt, der bis 1350 erweitert und ausgebaut wurde. Die Stiftskirche St. Materniani et St. Nicolai zu Bücken - das ist der offizielle Name der Kirche, beherbergt bedeutende Kunstwerke: die Steinkanzel, die Glasfenster und das Triumpfkreuz stammen bereits aus dem 13. Jhd., das Chorgestühl (um 1340), der Altar und das Sakramentshaus kamen um 1510 hinzu. Ergänzt wurden sie 1867 um den Taufstein und die Wandgemälde.

Termin: Samstag, 15.10.2011, 15:00 - 17:15 Uhr
Ort: Bücken, Dom/Stiftskirche, Ostertorstraße
Leitung: Erika Herken
Gebühr: gebührenfrei

 

Kloster Loccum

Baukunst und Lokalgeschichte
"beten und arbeiten" war das Motto der Zisterzienser-Mönche, die das Kloster 1163 gründeten. Auf eine Stiftung des Grafen Wilbrand von Hallermund zurückgehend, wurde es als Filialgründung des Klosters Volkenroda in Thüringen errichtet. Primarabtei ist das Kloster Morimond in Frankreich. Das Kloster verfügt über eine gut erhaltene, bis in die spätromanische Zeit zurückreichende Bauanlage mit Kirche, Kreuzgang und den anliegenden Räumen. Die zum Kloster gehörenden Teiche und Wälder deuten auf die Zeit des Klosters als ein Wirtschaftsbetrieb. Die Klosterkirche St. Maria und Georg (heute Pfarrkirche St. Georg) wurde Mitte des 13. Jahrhunderts errichtet.

Um 1600 erfolgte der Übertritt zur Augsburger Konfession, das Kloster ist lutherisch geworden. Später wurde es Sitz des ältesten Predigerseminars der hannoverschen Landeskirche.

Termin: Samstag, 29.10.2011, 15:00 - 17:15 Uhr
Treffpunkt: Loccum, Eingang zum Kloster
Leitung: Michael Kalla, Studieninspektor am Predigerseminar und Leiter der Vorbereitung des 850-jährigen Jubiläums des Klosters
Gebühr: gebührenfrei

 

St. Martin zu Nienburg

Baukunst und Lokalgeschichte

Die Pfarrkirche St. Martin erhielt ihr jetziges Aussehen im 15. Jahrhundert. Die romanische Kirche aus dem 12. Jahrhundert ist noch an einem freigelegten Sockel an der Südseite und am zugemauerten Tor an der Nordwand erkenntlich. Der Umbau fand nach der Teilung der Grafschaft Hoya statt. Ein Zweig der Familie residierte in Hoya, ein anderer Teil in Nienburg. Die Kirche wurde zur Grablege des Familienzweiges von Graf Gerhard.

Der prägende Turm hat einen Sandsteinsockel aus dem 13. Jahrhundert auf den 1896 der heutige 72 Meter hohe neugotischen Turm aufgesetzt wurde. Im Turmsockel stehen die Sarkophage der Grafen Jobst II. und Otto VIII. und ihrer Frauen. Bemerkenswert sind mehrere Epitaphen Nienburger Familien. Die Kreuzrippen in den Seitenschiffen wurden 1993, im Chor 1988 freigelegt. Im 16. Jahrhundert sind die Ausmalungen mit Kalk überstrichen worden. Zu den besonderen Kunstschätzen dieser Kirche gehören die Zwölf Apostel des Meisters von Osnabrück (um 1520), die lange Zeit verschollen waren. Erst 1978 kehrten sie in die Martinskirche zurück.

Termin: Samstag, 05.11.2011, 15:00 - 17:15 Uhr
Ort: Nienburg, St. Martinskirche, Kirchplatz
Leitung: Landessuperintendent i. R. Hein Speckelsen
Gebühr: gebührenfrei